Meine Oma hat meinem gierigen Cousin 100.000 Dollar hinterlassen. Ich habe nur ihren alten Hund geerbt – bis ich sein Geheimnis entdeckte.

Ich hätte mir nie vorstellen können, dass das Testament meiner Großmutter der Auslöser für den Zerfall meiner Familie sein würde – aber irgendwie ist genau das passiert.

Ich bin 27, und bis vor Kurzem verlief mein Leben unkompliziert und unauffällig. Ich lebte allein in einer beengten Wohnung in der Innenstadt, hatte einen sicheren Job in der Versicherungsbranche und verbrachte die meisten Wochenenden an dem einzigen Ort, der sich noch wie Zuhause anfühlte – dem kleinen blauen Haus meiner Großmutter am Rande unserer Kleinstadt im Mittleren Westen.

Sie hieß Margaret, obwohl sie nie so genannt wurde. „Marg“ blieb hängen, weil mein Cousin ihren Namen als Kind falsch ausgesprochen hatte. Sie hat es nie korrigiert. Sie hat eigentlich nie viel korrigiert.

Marg war die Verkörperung von Wärme. Sie erinnerte sich an Geburtstage, ohne dass man sie daran erinnern musste, backte Kuchen, deren Duft nach Butter und Zimt die ganze Straße erfüllte, und bestand darauf, dass jeder Reste mit nach Hause nahm – selbst wenn man schon für zwei Tage satt war. Ein Besuch bei ihr war nicht nur Routine, erdete einen.

Und dann war da noch Bailey.

Bailey war ihr Schatten – ein älterer Golden-Retriever-Mischling mit trüben braunen Augen, steifen Beinen und einer ergrauenden Schnauze, die ihn stets besorgt aussehen ließ. Jeden Morgen, ohne Ausnahme, legte er sich zu ihren Füßen, während sie ihren Instantkaffee trank, die Lokalnachrichten sah und ihm heimlich Toaststücke zusteckte, als wäre es ihr gemeinsames Geheimnis. Bei meinem Besuch begrüßte mich Bailey, als wäre ich jahrelang weg gewesen, seine Krallen kratzten über den Linoleumboden, und sein Schwanz wedelte mit mehr Begeisterung, als seine Gelenke zuließen.

Ich war das Enkelkind, das regelmäßig auftauchte. Nicht aus Pflichtgefühl – sondern weil ich dabei sein wollte.

Mein Cousin Zack war anders.

Zack ist 29 und damit eigentlich volljährig, doch Verantwortung schien ihm nie wirklich zu liegen. Er wechselt Jobs wie andere ihre Playlists, ist ständig pleite und postet trotzdem immer Fotos von neuen Gadgets, seltenen Sneakern und Partynächten. Seit unserer Jugend hat er mehr genommen als gegeben – und ist irgendwie immer wieder auf die Beine gekommen.

Marg hat ihm das nie übel genommen.

Sie drückte meine Hand und sagte leise: „Manche Menschen blühen später auf, Lily. Manche brauchen einfach etwas mehr Liebe als andere.“ Sie glaubte es vollkommen.

Ich habe auch versucht, es zu glauben. Aber es war schwer mitanzusehen, wie sie immer nur gab, während Zack nur dann auftauchte, wenn er selbst etwas davon hatte.

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