FALL DER FAMILIE
Michaels Anwältin begann ihr Eingangsstatement – eine große Frau mit steifer Haltung und kurzer, abgehackter Stimme.
„Die Dalton-Söhne arbeiteten jahrelang fleißig auf dem Gut ihrer Eltern. Sie bestellten das Land in ihrer Jugend, trugen zu dessen Erhaltung bei und haben daher Anspruch auf ein Erbe.“
Margareta zuckte schon beim Wort „Erbe“ zusammen, und Henrys Hand zitterte leicht an seinem Spazierstock.
Doch der Anwalt fuhr fort.
„…und Herr und Frau Dalton sind in ihrem fortgeschrittenen Alter nicht mehr in der Lage, das Land angemessen zu bewirtschaften oder zu erhalten. Weder finanziell, noch rechtlich oder körperlich. Daher…“
Der Richter unterbrach sie scharf. „Ich werde die Geschäftsfähigkeit anhand der Beweise beurteilen. Bitte gehen Sie nicht von irgendetwas aus.“
Sie verstummte, verärgert über die Unterbrechung.
„Ja, Euer Ehren.“
Als sie ihre nachdenkliche Rede beendet hatte, blickte der Richter Henry und Margaret an.
„Möchten die Angeklagten etwas sagen?“
Henry versuchte, schnell aufzustehen – vielleicht instinktiv, um den Moment würdevoll zu genießen –, doch seine Knie gaben nach. Er klammerte sich an den Tisch und verzog schmerzhaft das Gesicht.
Im Gerichtssaal waren überraschte Ausrufe zu hören.
Margarita schlüpfte sofort unter seinen Arm und half ihm auf.
„Wir werden miteinander reden“, flüsterte sie.
Sie glichen zwei alten Bäumen, die von Stürmen gebeugt, aber immer noch fest im Boden verwurzelt waren.
Sie wandten sich an ihre Söhne – nicht an einen Anwalt, nicht an einen Richter – sondern an die Jungen, die sie einst in ihren Armen gehalten und ihnen das Laufen beigebracht hatten.
Margaret begann.
Ihre Stimme war nicht laut.
Das war auch nicht nötig.
„Euer Ehren“, sagte sie, „Henry und ich haben 1954 geheiratet. Wir fingen bei nichts an. Absolut bei nichts. Wir haben unser Haus Brett für Brett, Cent für Cent gebaut.“
För fullständiga tillagningssteg, gå till nästa sida eller klicka på Öppna-knappen (>), och glöm inte att DELA med dina Facebook-vänner.